Neue Kollektion - Chiffonkleider fuer jeden besonderen Anlass

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Helles Chiffonkleid am gepolsterten Buegel neben Waschbecken, Handtuch und Waeschenetz

Chiffonkleid waschen und bügeln, ohne es zu ruinieren

, 12 min Lesezeit

Chiffonkleid waschen, ohne es zu ruinieren: Waschmaschine oder Handwäsche, richtig trocknen, bei 110 Grad bügeln und Deoränder vermeiden.

Die Feier ist vorbei. Das Kleid liegt über dem Stuhl, riecht nach einem langen Abend, und irgendwo am Saum sitzt ein Fleck, dessen Herkunft niemand mehr klären will. Im Nacken steht ein Etikett mit einem Waschbottich, einer Hand darin und einer Zahl, die du ohne Lupe nicht entziffern kannst.

Chiffonkleid liegt nach dem Abend über einer Stuhllehne

Und jetzt? Waschmaschine oder Waschbecken, 30 Grad oder kalt, bügeln oder besser nicht. Chiffon verzeiht bei der Pflege weniger als die meisten Stoffe, aber die Regeln sind kurz, und sie hängen alle an derselben Eigenschaft des Gewebes.

Was sagen die Symbole auf dem Pflegeetikett?

Bevor irgendetwas ins Wasser geht, lohnt sich der Blick auf das Etikett im Nacken oder in der Seitennaht. Sechs Symbole, mehr sind es nicht, und sie beantworten die Frage schneller als jeder Ratgeber.

  • Der Waschbottich mit einer Zahl nennt die höchste Waschtemperatur. Ein Balken darunter bedeutet Schonwaschgang, zwei Balken Feinwäsche mit stark reduzierter Mechanik. Bei Chiffon steht dort meistens 30 mit zwei Balken.
  • Ein Bottich mit einer Hand darin heißt Handwäsche, und dann ist die Maschine wirklich keine Option, auch nicht im Handwaschprogramm.
  • Der durchgestrichene Bottich verbietet das Waschen komplett. Solche Kleider gehören in die Reinigung, sonst nirgendwohin.
  • Das Bügeleisen zeigt Punkte: einer steht für rund 110 Grad, zwei für 150, drei für 200. Chiffon bekommt einen Punkt, ein durchgestrichenes Eisen heißt gar nicht bügeln.
  • Der Kreis steht für die chemische Reinigung. Ein P oder F darin sagt der Reinigung, welches Lösemittel erlaubt ist; der durchgestrichene Kreis schließt sie aus.
  • Das durchgestrichene Quadrat mit Kreis darin bedeutet: nicht in den Trockner. Bei Chiffon steht es fast immer da.

Wenn das Etikett fehlt, weil es gekratzt hat und irgendwann herausgetrennt wurde, behandle das Kleid wie Handwäsche. Diese Annahme kann nichts kaputt machen, die umgekehrte schon.

Darf ein Chiffonkleid in die Waschmaschine?

Ja, wenn drei Bedingungen stimmen: Feinwäsche- oder Handwaschprogramm bei höchstens 30 Grad, das Kleid steckt in einem Wäschenetz, und der Schleudergang ist aus oder auf der niedrigsten Stufe. Feinwaschmittel statt Vollwaschmittel, kein Weichspüler, kein Bleichmittel. Steht auf dem Etikett ein durchgestrichener Waschbottich, gilt das nicht: dann ist Reinigung Pflicht.

Das Wäschenetz ist dabei kein Detail, sondern der halbe Schutz. Chiffon ist leicht genug, um sich in der Trommel um Reißverschlüsse und Knöpfe anderer Teile zu wickeln, und genau dort entstehen Zugfäden. Wenn du kein Netz hast, tut es ein Kissenbezug aus Baumwolle, oben zugeknotet.

Wasch ein kräftig gefärbtes Chiffonkleid beim ersten Mal allein. Tiefe Farben wie Bordeaux, Dunkelblau oder Smaragd geben in der ersten Wäsche oft etwas Farbe ab, und ein halbtransparenter Stoff hat wenig Masse, aber viel Oberfläche. Ob deins dazugehört, findest du in zehn Sekunden heraus: ein Zipfel des Innensaums mit einem feuchten weißen Tuch abgerieben, und wenn Farbe auf dem Tuch landet, weißt du Bescheid. Ein Farbfangtuch in der Trommel ist die faule Variante derselben Vorsicht.

Weichspüler lässt du weg, und zwar nicht aus Prinzip. Polyesterchiffon nimmt den Film, den Weichspüler hinterlässt, dauerhaft an. Der Stoff wird schwerer, fällt matter und verliert genau die Luftigkeit, für die du ihn gekauft hast.

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Handwäsche: der sicherere Weg

Bei einem gefütterten Festkleid, bei aufgenähten Perlen oder bei einem hellen Kleid mit dunklem Muster ist die Handwäsche keine Vorsichtsmaßnahme, sondern die einzige vernünftige Option.

Chiffonkleid liegt zur Handwäsche in lauwarmem Wasser im Waschbecken
  1. Waschbecken oder Wanne mit lauwarmem Wasser füllen, höchstens 30 Grad. Lieber kälter.
  2. Einen Teelöffel Feinwaschmittel oder Wollwaschmittel einrühren, bis nichts mehr auf der Oberfläche schwimmt. Unaufgelöstes Waschmittel macht Flecken.
  3. Das Kleid hineinlegen und zehn bis fünfzehn Minuten liegen lassen. Nicht reiben, nicht kneten, nicht bürsten.
  4. Vorsichtig durch das Wasser schwenken, ein paar Mal, mehr nicht.
  5. Mit klarem, gleich temperiertem Wasser ausspülen. Ein Temperatursprung von warm auf eiskalt kann den Stoff verziehen.
  6. Das Kleid aus dem Wasser heben und dabei mit beiden Händen tragen. Ein nasses Chiffonkleid an einem Träger hochzuziehen reicht, um die Schulternaht zu dehnen.

Warum du Chiffon niemals auswringst

Das ist die Bewegung, die den meisten Chiffonkleidern das Leben kostet, und sie passiert aus reiner Gewohnheit. Man nimmt das nasse Teil, dreht es zusammen, drückt das Wasser heraus. Bei einem Handtuch völlig richtig. Hier eine Katastrophe.

Chiffon besteht aus stark gedrehten Garnen, die im Gewebe unter Spannung stehen. Wringst du den nassen Stoff, drehst du diese Fäden gegeneinander weiter und fixierst dabei Knicke, die sich später nicht mehr ausbügeln lassen. Wie das Gewebe aufgebaut ist und warum es so empfindlich reagiert, steht in unserem Ratgeber zum Chiffonstoff.

Stattdessen: das Kleid flach auf ein großes, trockenes Handtuch legen, das Handtuch mitsamt Kleid locker aufrollen und einmal sanft andrücken. Das Handtuch nimmt den größten Teil des Wassers auf, ohne dass eine einzige Faser verdreht wird. Danach aufrollen, Kleid herausnehmen, fertig.

Trocknen, ohne dass sich das Kleid verzieht

Chiffon gehört nicht in den Trockner. Die Hitze kann Polyesterfasern verformen, und die Trommelbewegung setzt genau die Knicke, die du gerade vermieden hast.

Häng das Kleid stattdessen noch feucht auf einen breiten, gepolsterten Bügel. Feucht aufgehängt zieht sich der Stoff unter seinem eigenen Gewicht glatt, und in vielen Fällen erübrigt sich das Bügeln damit komplett. Drahtbügel sind ungeeignet: sie hinterlassen an den Schultern zwei Beulen, die bleiben.

Zwei Ausnahmen vom Bügel. Kleider mit schweren Applikationen, Perlen oder Pailletten trocknest du flach liegend auf einem Handtuch, weil das nasse Gewicht den Stoff sonst in die Länge zieht. Und direkte Sonne oder die Heizung vermeidest du bei allen Farben, besonders bei kräftigen: beides bleicht aus, während der Stoff trocknet.

Wie bügelt man ein Chiffonkleid?

Auf der niedrigsten Stufe, also ein Punkt auf dem Bügeleisen, das sind rund 110 Grad. Nie direkt auf dem Stoff, sondern immer mit einem Baumwolltuch dazwischen. Und das Eisen bleibt in Bewegung: Chiffon aus Polyester schmilzt unter einem stehenden Bügeleisen innerhalb von Sekunden, und diese glänzende Stelle bekommt niemand mehr weg.

Bügeleisen neben Chiffonstoff mit Baumwolltuch als Schutz darüber

Bügle von links, also von der Innenseite des Kleides. Bei gefütterten Modellen hilft ein Trick: Zieh Oberstoff und Futter auseinander und bügle jede Lage einzeln. Zusammen gebügelt drückt sich die Kante des Futters durch den transparenten Chiffon durch und zeichnet sich als Linie ab.

Und der Dampf? Beim Seidenchiffon lässt du ihn weg, dort können Wassertropfen Ränder hinterlassen. Polyesterchiffon verträgt Dampf gut, solange er aus etwas Abstand kommt und das Eisen den Stoff nicht berührt. Ein Dampfglätter für hängende Kleidung ist für diesen Stoff sogar das bessere Werkzeug als jedes Bügelbrett.

Der einfachste Weg braucht überhaupt kein Gerät. Häng das Kleid abends ins Badezimmer, dreh die Dusche heiß auf und schließ die Tür. Nach zwanzig Minuten im Wasserdampf hängen die meisten Falten aus. Kostet nichts und geht schneller als das Bügelbrett aufzubauen.

Knittert Chiffon stark?

Im Kleiderschrank kaum, im Koffer schon. Chiffon ist so leicht, dass er sich schnell glatt hängt, aber jede gedrückte Falte bleibt so lange sichtbar, wie das Gewicht darauf liegt. Ein Kleid, das vier Tage zusammengefaltet unter einem Kulturbeutel lag, kommt entsprechend an.

Für die Reise gibt es zwei Handgriffe, die zuverlässig funktionieren. Rolle das Kleid locker, statt es zu falten: gerollte Kleidungsstücke bekommen weiche Wellen statt scharfer Kanten. Und pack es zuoberst in den Koffer, nie unter Schuhe oder Bücher. Sobald du ankommst, hängst du es auf, am besten ins Bad.

Ein Chiffonkleid für den Sommer wäschst du ohnehin häufiger als ein Abendkleid, und genau bei diesen leichten Modellen zahlt sich die feuchte Aufhängung aus: einmal auf den Bügel, einmal glattstreichen, und das Bügeleisen bleibt im Schrank.

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Wie oft muss ein Chiffonkleid gewaschen werden?

Seltener, als die meisten denken. Jede Wäsche beansprucht das Gewebe mehr als ein Abend im Kleid, und ein Festkleid, das ein paar Stunden getragen wurde, ist in der Regel nicht schmutzig, sondern muss nur auslüften.

Chiffonkleid lüftet auf einem breiten gepolsterten Bügel am offenen Fenster

Häng es nach dem Anlass über Nacht auf, am offenen Fenster oder in einem gut belüfteten Raum, und schau am nächsten Tag noch einmal hin. Meistens riecht dann nichts mehr, und du sparst dir den ganzen Vorgang. Bleibt nur eine kleine Stelle übrig, reicht die punktuelle Behandlung mit lauwarmem Wasser und einem Tropfen Feinwaschmittel, ohne das ganze Kleid einzuweichen.

Anders bei Sommerkleidern, die direkt auf der Haut sitzen, und bei allem, was einen langen heißen Tag hinter sich hat. Da hilft kein Lüften.

Deoränder vermeiden, bevor sie entstehen

Weiße Ränder unter den Armen sind bei hellen Chiffonkleidern das häufigste Problem, und sie kommen selten vom Schweiß allein. Die meisten Antitranspirantien enthalten Aluminiumsalze, die zusammen mit Schweiß auf dem Gewebe ablagern. Auf dichter Baumwolle sieht man das kaum, auf halbtransparentem Chiffon sofort.

Die Reihenfolge löst schon den größten Teil: Deo auftragen, ein paar Minuten warten, bis es wirklich trocken ist, und erst dann in das Kleid steigen. Wer es genauer nimmt, näht oder klebt dünne Achselpads ein; sie kosten wenig und fangen ab, was sonst in den Stoff geht. Und wenn doch ein Rand entstanden ist, wasch das Kleid zeitnah. Alte Deoränder verhärten und lassen sich kaum noch lösen (deshalb sieht man sie so oft an Kleidern, die ein Jahr im Schrank hingen).

Flecken: was du selbst machst und was nicht

Bei frischen Flecken zählt Schnelligkeit mehr als Chemie. Tupfe mit einem hellen, saugfähigen Tuch von außen nach innen, damit der Fleck nicht größer wird, und arbeite mit kaltem Wasser. Warmes Wasser fixiert Eiweiß und Rotwein eher, als dass es sie löst.

Reiben ist der zweite große Fehler nach dem Wringen. Die Reibung schiebt die feinen Fäden im Gewebe auseinander, und was zurückbleibt, ist eine matte, leicht aufgeraute Stelle, die man auch dann noch sieht, wenn der Fleck längst weg ist.

Hausmittel wie Salz, Zitrone oder Backpulver kursieren für alles Mögliche. Auf gefärbtem Chiffon können sie die Farbe angreifen, und das fällt erst nach dem Trocknen auf, wenn nichts mehr zu retten ist. Bei einem bodenlangen Abendkleid mit Plissee oder aufgesetzten Blüten ist die Textilreinigung die günstigere Entscheidung, auch wenn sie erst einmal teurer klingt.

Wann das Kleid in die Reinigung gehört

  • Das Pflegeetikett zeigt einen durchgestrichenen Waschbottich oder einen Kreis mit einem Buchstaben.
  • Perlen, Pailletten oder aufgenähte Applikationen sind im Spiel.
  • Der Fleck ist alt, ölig oder farbig und sitzt an einer sichtbaren Stelle.
  • Das Kleid ist gefüttert und der Oberstoff besteht aus Seidenchiffon.
  • Es ist das Kleid für einen Anlass, der sich nicht wiederholt.

Zwischen zwei Anlässen entscheidet dann die Aufbewahrung darüber, in welchem Zustand das Kleid wieder herauskommt. Häng es auf einen breiten Bügel, nicht gefaltet in ein Fach: Faltkanten, die monatelang unter anderen Kleidungsstücken liegen, gehen kaum noch heraus. Und lass die Plastikhülle aus der Reinigung nicht drauf. Sie schließt Restfeuchte ein, und helle Stoffe vergilben darunter mit der Zeit. Eine atmungsaktive Kleiderhülle aus Baumwolle oder Vlies macht genau das Gegenteil und kostet ein paar Euro.

Chiffonkleider im Schrank auf breiten Bügeln, eines in einer atmungsaktiven Kleiderhülle

Für alles andere reicht das Waschbecken. Wer ein leichtes Sommerkleid aus unserer Sommerkollektion zweimal im Monat trägt, wird es kaum jedes Mal reinigen lassen, und das ist auch nicht nötig: lauwarmes Wasser, Feinwaschmittel, Handtuch, Bügel. Vier Schritte, zehn Minuten Arbeit, und das Kleid übersteht viele Sommer.

Falls du dein Kleid ohnehin gerade in der Hand hast und die Länge nicht stimmt: wie du den Saum kürzt, ohne dass er Wellen wirft, steht in unserer Anleitung zum Kürzen von Chiffonkleidern.

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